April 2021 - Eine Ethik des Erwachens

Worte können heilen und transformieren. Dies ist vielleicht die einfachste Methode um zu wachsen.
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future_is_now
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April 2021 - Eine Ethik des Erwachens

Beitrag: # 21055Beitrag future_is_now
Donnerstag 1. April 2021, 10:21

www.gehvoran.com - 31.03.2021

Ostern/Ostara: Ein ursprünglich germanisch-heidnisches Fest

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Das Osterfest hat einen zutiefst germanisch-heidnischen Ursprung als frohes Frühlingsfest. Ostara ist der angelsächsische Name der Göttin der Morgenröte und hat auch einen starken Bezug zu den Fruchtbarkeitsgöttinen von Germanen und Kelten. Das Dunkel der Winterzeit ist nun endgültig besiegt, allerorts regt sich Leben und die positive Kraft des Neubeginns wird gefeiert. Die Sonne geht im Osten auf, daher wird das Fest auch nach dem ersten Frühlingsmond gefeiert, wenn die Tage wieder länger werden als die Nächte. [...]

Das Licht nimmt um diese Zeit zu, der Frühling setzt sich gegen den Winter durch, es grünt langsam überall und die Natur wird wieder fruchtbar. Dem Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage sollte auch der Schwerttanz versinnbildlichen, der an „Ostara“ getanzt wurde. [...] Göttin Ostara wird auch in Verbindung gebracht mit der germanischen Göttin Freya/Frigg, die Liebe und Fruchtbarkeit versinnbildlicht und als eine der wichtigsten Gottheiten der germanischen Mythologie gilt.

Hier geht es zum Beitrag...

Ein frohes und lichtvolles Ostara wünscht dir

Alex Miller
www.gehvoran.com


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"Der grosse kosmische Witz ist, dass du das bist, was du suchst"

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AUF(er)STEHEN - Oster-QUINT-ESSENZ No.14

Beitrag: # 21064Beitrag future_is_now
Donnerstag 1. April 2021, 22:27

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Eine Ethik des Erwachens (Sophia Newsletter - April 2021)

Beitrag: # 21104Beitrag future_is_now
Montag 5. April 2021, 10:25

EDITION EWIGE WEISHEIT
Über die Esoterische Philosophie in den West-Östlichen Traditionen

Sophia Newsletter - April 2021

Hallo

Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nächte in des Walfisches Bauch, also wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein.
- Matthäus 12:40


Heute am Ostersonntag ist den Gläubigen der Westkirche der Christus Jesus auferstanden. Doch dass sich diese Auferstehung in der vergangenen Osternacht tatsächlich begeben hat, muss nicht heißen, dass sie sich auch buchstäblich so ereignete. Eher ist das Ostermysterium als Symbol zu verstehen, worin man sich selbst und die Kreisläufe des Seins begreifen kann.

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Die Wiederauferstehung
Gemälde von Andrea di Bartolo (1360–1428)


Die leibliche Verkörperung dessen, deren geschichtliche Existenz unzählige Bilder der christlichen Kunstwelt wiedergeben, deuten hin auf etwas, das, wie es scheint, ewig gültig ist. Denn wenn es um die Wiederauferstehung geht, so erleben wir das ja auch jährlich in der Natur der Pflanzen, der Tiere und der Menschen im Frühling.

Was in den Monaten des Winters als Aussaat im Erdreich "gestorben" war, ist nun im Begriff zu neuem Leben aufzuerstehen, jetzt wo die Stunden des Lichts länger sind, als jene der Nacht. In der Finsternis ahnte der Same vom wärmenden Licht der Sonne über der Erde. Drum platzte die tote Samenhülle auf und spie den Keimling aus, der seiner Bestimmung gehorchend, sich dann durch die dunkle Erde kämpfte, um sich über der Oberfläche endlich zu entfalten.

Jetzt ist die Zeit der Wiederauferstehung auch in der Natur.

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Königin Gueneveres Frühlingsfeier
Gemälde von John Collier (1850–1934)


Eine Ethik des Erwachens

Vor diesem Hintergrund erhält der Eingangs zitierte Vers aus den Evangelien, einen besonderen Charakter. Denn die Symbole des Ostereignisses, wie auch jene der Begebenheiten des Jona-Motivs, deuten auf eine spirituelle Struktur hin, über die man sagen kann, dass ihre Wirkungen sich symbolisch bis tief ins Weltliche hin übertragen lassen. Aber ebenso gelten sie auch praktisch, wie wir das jedes Jahr in der Vegetation des Erdenlebens erfahren.

Es ist hier die Rede von einem zyklischen Geschehen, dass aber sowohl in der geistigen Welt, wie auch in der Welt der Stofflichkeit stattfindet: Ein drückendes Gebären am Anfang, ein Leben in der Zeit, ein endliches Sterben und die Rückkehr in ein Erwachen zu neuem Leben.

Wenn das Neue Testament vom "Kētos" (griechisch) spricht, der den Jona verschlang, meint es einen Walfisch, der ja immer auftaucht, um Luft zu holen, und darauf wieder in die wässrigen Tiefen versinkt. Es lässt sich daraus eine deutliche Symbolik ableiten, als Anspielung auf die oben genannte zyklische Wiederkehr des Lebens, aus dem Dunkel einer Unterwelt - gleichviel ob aus dem Erdreich oder aus dem Meer - zurück ins Licht des Diesseits einer bewusst erlebten Welt.

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Der Prophet Jonas wird vom Fisch bei Ninive ausgespien
Miniatur aus dem Hortus Deliciarum (Enzyklopädie, 12. Jhd)
des Äbtissin Herrad of Landsberg (1125–1195)


Der Walfisch, der Jona verschlang, ist auch ein Symbol für die Welt des Unbewussten. In ihr lauern zwar Gefahren, doch ebenso die heilenden Kräfte der Erneuerung. Als Jona wieder festen Erdboden unter den Füßen hatte, wusste er, dass er sein Problem dort wieder anpacken musste, wo er ihm zuvor ausgewichen war: Was da als innere Stimme zu ihm sprach, war ein Aufruf zu lernen mit sich selbst umzugehen - ein Appell an seine Seele.

Nur wenige unter uns, vernehmen solche Warnrufe, die da in ihnen aufsteigen. Die Monotonie des Alltags hat sie vergessen gemacht und sie an diese Ahnungslosigkeit gewöhnt. Doch die aktuelle Situation in der Welt, dürfte viele Menschen aus dem Dämmerzustand dieser Gewohnheit wachrütteln.

Jonas' anscheinende Ausweglosigkeit im Gefängnis des Walfischsbauchs, erübrigte sich erst, als er sich seiner Verantwortung zu Handeln stellte. Da plötzlich spie ihn das Ungeheuer an Land. Wo er einst versuchte dem himmlischen Auftrag zu entfliehen, trat er nun seine Pflicht an: Gott nämlich hatte ihm geboten in die Stadt Ninive zu gehen, um den dort wirkenden Mächtigen ihren Untergang zu prophezeien, sollten sie nicht von ihren bösen Wegen abtreten.

Ließe sich heute solch eine Stadt der Macht über den Menschen, wie der biblische Ort Ninive, überhaupt noch geografisch ausmachen oder tragen wir ihn unerkannt, ganz heimlich bei uns, doch immer wieder auch in unseren Händen haltend, bereit unseren Kopf zu senken, vor einer nur scheinbaren, aber vollkommen gewaltigen Autorität?

S. Levent Oezkan



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Rainer Maria Rilke - Aus einem April

Beitrag: # 21297Beitrag future_is_now
Freitag 16. April 2021, 19:06

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RAINER MARIA RILKE - AUS EINEM APRIL
https://youtu.be/2x-dWqpbJa0
LYRIK_MUSIK #literaturforum - vor 1 Jahr

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war,-
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.



RAINER MARIA RILKE - AUS EINEM APRIL II
https://youtu.be/thUOkUhtVPE
LYRIK_MUSIK #literaturforum - 12.04.2021
Dichtung von Rainer Maria Rilke Berlin 6.4.1900 /
Rezitation: Reiner Unglaub /
Anmerkung:
„Wenn Du an mich denkst, erinnere Dich an die Stunde, ich welcher du mich am liebsten hattest.“ (R.M.Rilke)


https://www.rainermariarilke.de/

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